Das weltbekannte "Hornberger Schießen"

Das Sprichwort „Es geht aus wie das Hornberger Schießen“ gehört zum deutschen Zitatenschatz und wird gerne in Rundfunk, Fernsehen und Politik zitiert. Man kennt es aber auch aus dem klassischen Schauspiel “Die Räuber “ von Friedrich Schiller.

  

Hornberger Schießen - Kanoniere

Doch welche Geschichte steckt hinter dem Ausspruch "Es geht aus wie das Hornberger Schießen"?

Der Hornberger Bürger Erwin Leisinger schrieb 1955 ein Volksschauspiel mit lustiger Rahmenhandlung über die Legende, die sich anno 1564 zugetragen haben soll.

Die Geschichte des „Hornberger Schießens“
Die Historiker sind sich heute noch nicht ganz einig, welche Begebenheit dem Hornberger Schießen eigentlich zugrunde liegt.Wir Hornberger selbst behaupten, dass damals beim Empfang des Herzogs das Pulver restlos zu früh verschossen wurde.
Genauer gesagt meldete nach einem Krieg der Herzog von Württemberg den Hornbergern seinen Besuch an. Die Bürger waren sich dieser hohen Ehre bewusst und setzten alles daran, den Empfang des Herzogs und seinen Aufenthalt so würdig wie möglich zu gestalten. Dazu lud man eine Tagreise in der Runde alle Schützengilden und wehrhafte Mannen ein, um dem hohen Besuch zu Ehren ein Schützenfest zu veranstalten. Der Rat der Stadt beschloss des Weiteren, den Herzog mit Kanonendonner zu empfangen. Als es dann soweit war – es war an einem heißen Sommernachmittag – versammelten sich die angesehensten Bürger auf der Burg zum Empfang. Der Wächter auf dem Rondell hielt Ausschau ins Gutachtal. Ihm oblag die wichtige Aufgabe, durch Hornsignal zu künden, wann der Herzog sich dem Städtchen näherte und somit die Lunten an den Kanonen gezündet werden sollten.Jedoch waren die Hitze so groß und die Kehlen so ausgetrocknet, dass es nicht verwunderlich war, wenn der Wächter öfter als nötig ins Horn blies. Eine Rindviehherde, eine Postkutsche, ein Krämerkarren; dies alles wurde für den Herzog gehalten und die Landsknechte an den Kanonen schossen jedes Mal eifrig Salut.Als der Herzog wirklich kam, war das Pulver restlos verschossen. In ihrer Verzweiflung fanden die Bürger keinen anderen Ausweg, als kräftig „Piff – Paff“ zu brüllen. Über diesen Empfang war der Herzog sehr erbost. Man berichtet aber, dass er ihnen in seiner Güte diesen Streich verziehen hat.Doch die Kunde von diesem Ereignis verbreitete sich schnell in den deutschen Landen. Den Hornbergern zum Spott, den anderen zur Freude sagt man noch heute, wenn eine Angelegenheit nach großem Aufwand ohne Ergebnis endet: „Es geht aus wie das Hornberger Schießen“

Auf der Freilichtbühne Hornberg wird jedes Jahr das "Das Hornberger Schießen" als Theaterstück aufgeführt.

Ab 22. Juni 2013 startet auf der Freilichtbühne auch die Märchensaison, dieses Jahr mit "Pippi Langstrumpf".

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